Kunst und Kultur

Aunchun Hirling wurde in Chiang Mai geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie mit drei älteren Geschwistern in Thailand. Die Mutter – eine Tanzlehrerin für den traditionellen Thai-Tanz – fand in der Malerei ein ausgleichendes Hobby.

Es waren hauptsächlich Blumen, Schmetterlinge und Landschaften, die auf Papierschirmen platziert wurden. Als jüngstes Kind war Aunchun Hirling praktisch immer bei der Mutter. So konnte sie von klein auf jede Bewegung, jeden Farbauswahl und jeden Pinselstrich beobachten, den die Mutter auf die Schirme auftrug. Langweilig wurde das nie. Mit ca. vier Jahren bekam das Mädchen von der Mutter einen kleinen Papierschirm geschenkt.

Das erste Motiv war … ein Elefant.

Dieses Motiv zählt mit weiteren Tieren (der Katze, dem Fisch und der Eule) sowie auch den Menschen noch heute zu ihren Lieblingsmotiven. Der Elefant aber ist so etwas wie ihr Markenzeichen geworden. Sowohl in Deutschland als auch in Thailand hat ihr das schon mal den Beinamen „Elefanten-Mama“ eingehandelt.

Seit 2006 unterstützt sie das Projekt „Kunst für kranke Elefanten in Thailand“.

Derzeit plant sie den Verkauf von T-Shirts mit dem Abdruck ihres Bildes „Happy Day“. Es zeigt eine Elefantenmutter, die eng umschlungen mit ihrem Jungen auf einer bunten Blumenwiese steht. Sie finden das Bild oben auf der Galerie. Der Erlös aus dem Verkauf der T-Shirts soll einer Elefanten-Klinik in Nordthailand zugute kommen.

Aunchung Hirling behauptet, dass sie die Kreativität von ihren drei Kindern gelernt habe. Als diese noch klein waren, habe sie jeden Tag mit ihnen gemalt und experimentiert.

Malkurse hat sie nie besucht. Alle Techniken hat sie sich selbst angeeignet. Eine Lieblingstechnik kann sie nicht benennen. Lust, Laune, die Experimentierfreude und vor allem die Zeit bestimmen, was und wann sie malt. Das bedingt dann allerdings auch, dass sie ihre einzelnen Werke nicht mehrfach produzieren kann. Denn sie weiß hinterher oft nicht mehr, in welchem Aufbau ihre Bilder entstanden sind. Siewachsen einfach als Individuum auf dem Papier oder der Leinwand.

Jedenfalls greift sie zuerst zu einer Farbe (momentan bevorzugt sie grün und rot), dann findet sie das Thema. Wenn ein Bild fertig ist, ist sie glücklich und zufrieden. Sie kann sich von ihren Werken gut lösen; am liebsten aber, wenn sie weiß, wohin ein Bild geht.

 Beate Klatt , Laudtio 2015, Ausstellung in Wahlwies-Stockach

 Werke von Aunchun Hirling